Ab 1 Euro zählt Arbeit - Elisabeth Sechser
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Ab 1 Euro zählt Arbeit

Ab 1 Euro zählt Arbeit

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zählen zu den Erwerbstätigen alle Personen ab 15 Jahre, die in einem Arbeitsverhältnis stehen oder selbständig tätig sind. Sogar Ein-Euro-Jobs werden bei Studien zur Erwerbsarbeit als Arbeit bewertet.


Werfen wir einen Blick in die Gender-Statistik zur Erwerbsarbeit zeigt sich: „78,1 % der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Die Teilzeitquote der Männer ist mit 12,6 % dagegen von vergleichsweise geringer Bedeutung.“ (Statistik Austria, 11/2023). Es entsteht der Eindruck, als würden Frauen weniger arbeiten und weniger leisten.



Stellen wir dann die aktuellen Ergebnisse der Zeitverwendungerhebung der unbezahlten Arbeit in den privaten Haushalten dazu, ändert sich das Bild komplett: Die Summe der bezahlten und unbezahlten Arbeit zeigt auch nach 13 Jahren noch immer: Frauen arbeiten nach wie vor mehr als Männer. (Statistik Austria, 12/2023).
Frauen sind nicht mehr teilzeitbeschäftigt, sondern mehr überbeschäftigt. Doch mehr Arbeit heißt hier leider gleichzeitig auch weniger Geld und weniger Zeit.


Wir sollten mit den Begriffen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung sorgsamer umgehen. Es wären viele Politiker:innen auch nur teilzeitbeschäftigt, würde wir all die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen nicht als Arbeitszeit einberechnen. Fragt man diese jedoch, wird der 24/7 im Einsatz für Österreich vermittelt.


Es wäre ein kluger Fortschritt, wenn wir den falschen Eindruck beenden, die Sprache der Realität anpassen und alle Daten in unser Bild von Wirtschaft und Arbeit integrieren.

>>> Jährliche Zeiterhebung der unbezahlten Arbeit

>>> Integration dieser Daten in Arbeitsdebatten und Lösungen


Hier alle Infos rund um die Zeitverwenungserhebung >>

Hier zur Presseaussendung vom 18.12.2023 >>

Hier zur Studie „Genderstatistik Erwerbstätigkeit“ >>