
Frauen leisten unverändert mehr unbezahlte Arbeit als Männer pro Woche, DE (2012 und 2022)
Unbezahlte Arbeit bleibt in Deutschland unsichtbar – trotz ihrer entscheidenden Rolle für Gesellschaft und Wirtschaft. Neben der unbezahlten Sorgearbeit, die weiterhin
übersehen und nicht ausreichend gewürdigt wird, stehen auch grundlegende Rechte von Frauen und Minderheiten zunehmend unter gesellschaftlichem Druck. Diese Rechte
werden von politischen und gesellschaftlichen Kräften fremdbestimmt, die traditionelle Rollenbilder und Einschränkungen verstärken wollen. Ein Ausdruck der Retraditionalisierung des öffentlichen Diskurses ist die moderne Hexenjagd auf die Kandidatin für das deutsche Verfassungsgericht, Brosius-Gersdorf – eine renommierte Wissenschaftlerin, die sich in einer Kommission verfassungsrechtlich für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vor der zwölften Woche und damit für die Stärkung der reproduktiven Rechte von Frauen eingesetzt hat.
Das unabhängige Institut CloseEconDataGap liefert Ergebnisse, die zeigen, dass die Zeitsouveränität der Frau in Deutschland ebenso wenig gesichert ist, wie das Recht auf Selbstbestimmung des eigenen Körpers.
Frauen leisten unverändert mehr unbezahlte Arbeit

Berechnet wurden diese Zahlen von Dr. Christine Rudolf, Politische Ökonomin, Institut CloseEconDataGap, Geschäftsleitung Economieféministe und Dr. Verena Löffler, Ökonomin mit Schwerpunkt Sozialpolitik, Institut CloseEconDataGap, Mitglied des FRIBIS Forschungsteam care der Universität Freiburg.