Zahl des Monats Archive - Caring Economy
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Zahl des Monats

Der Kosten-Verschiebungseffekt

Einsparungen im Sozialbereich - Der Denkfehler mit Folgen: Wenn Einsparungen im Sozialbereich gefordert werden, wird Effizienz meist wie eine einfache Rechenaufgabe behandelt: weniger Ausgaben, mehr Effizienz. Doch dieser Zugang ist politisch bequem und ökonomisch kurzsichtig. Ökonominnen wie Mariana Mazzucato zeigen, dass betriebswirtschaftliche Effizienzmaßstäbe nicht nur für den Staat ungeeignet sind, sondern auch in der Privatwirtschaft selbst kein verlässliches Maß für gesellschaftliche Effizienz darstellen. Was als effizient gilt, bedeutet in vielen Unternehmen vor allem Kostenverlagerung: Risiken werden ausgelagert, soziale und ökologische Folgekosten externalisiert, öffentlich finanzierte Infrastruktur genutzt, ohne ihren Wert anzuerkennen. Diese Form der Effizienz funktioniert nur, weil andere – Beschäftigte, der...

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Wirtschaftszahl November

Die Welt steht emotional unter Druck Dieser Artikel basiert auf den Ergebnissen der Studie „State of the World’s Emotional Health“ vom Institute GALLUP (2025). Im Jahr 2024 gaben weltweit 39 % der Erwachsenen an, am Vortag starke Sorgen empfunden zu haben – ein Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber 2014. Diese Entwicklung verdeutlicht die deutlich gestiegene emotionale Belastung der vergangenen zehn Jahre. Sorgen und Stress werden damit zu wichtigen globalen Risikoindikatoren: Sie dienen als Frühwarnsignale für gesellschaftliche Instabilität sowie zunehmende gesundheitliche und soziale Risiken, die sich direkt auf Produktivität, Gesundheitssysteme und wirtschaftliche Entwicklung auswirken. „Worry … remains five points higher than it...

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Verdeckte Gefahr

Versteckte Armut in Österreich Wer in einem Haushalt mit einem Gesamteinkommen über der Armutsgefährdungsschwelle lebt, gilt offiziell als „finanziell abgesichert“. Doch was, wenn dieses Einkommen nicht allen im Haushalt wirklich gehört? Genau das untersucht die Studie „Versteckte Armut? Das Armutsrisiko von nicht-alleinlebenden Frauen in Österreich“, durchgeführt von Katrin Gasior (saspri) im Auftrag der Caritas-Österreich, 2025). Das Ergebnis ist eindeutig: Das Armutsrisiko von Frauen wird massiv unterschätzt, vor allem, wenn sie nicht allein leben. Hinter der Fassade gemeinsamer Haushalte steckt oft finanzielle Abhängigkeit, fehlende Entscheidungsfreiheit und ein hohes Risiko, bei Krisen wie Trennung, Jobverlust oder Krankheit unter die Armutsgrenze zu rutschen. Wer sich...

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Was Gewalt kostet

Alle Zahlen und Fakten stammen aus dem Global Peace Index 2025 des Institute for Economics & Peace Aktuell wird auf- und nachgerüstet – oftmals zeitgleich kommuniziert mit scheinbar erforderlichen Einsparungen im Gesundheits- und Sozialbereich. Permanent wird verlautbart, dass „unsere Demokratien in Gefahr“ seien und wir uns schützen müssten. Politiker:innen und die Berichterstattung rund um das Auf- und Nachrüsten vergessen dabei jedoch, dass Friedensarbeit nicht erst am Verhandlungstisch beginnt. Wenn wir bereits dort angekommen sind, haben zahlreiche Mechanismen für mehr Frieden nicht gegriffen bzw. wurden durch Einsparungsmaßnahmen ausgehungert. Nationen, die Einsparungen im Gesundheits- und Sozialbereich propagieren, weil es sich in ihrer Logik...

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Frauen leisten unverändert mehr unbezahlte Arbeit als Männer pro Woche, DE (2012 und 2022)

Unbezahlte Arbeit bleibt in Deutschland unsichtbar – trotz ihrer entscheidenden Rolle für Gesellschaft und Wirtschaft. Neben der unbezahlten Sorgearbeit, die weiterhinübersehen und nicht ausreichend gewürdigt wird, stehen auch grundlegende Rechte von Frauen und Minderheiten zunehmend unter gesellschaftlichem Druck. Diese Rechtewerden von politischen und gesellschaftlichen Kräften fremdbestimmt, die traditionelle Rollenbilder und Einschränkungen verstärken wollen. Ein Ausdruck der Retraditionalisierung des öffentlichen Diskurses ist die moderne Hexenjagd auf die Kandidatin für das deutsche Verfassungsgericht, Brosius-Gersdorf – eine renommierte Wissenschaftlerin, die sich in einer Kommission verfassungsrechtlich für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vor der zwölften Woche und damit für die Stärkung der reproduktiven Rechte von...

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Frauen arbeiten durchschnittlich über 53 Stunden pro Woche

Empfehlung: Vorsicht im Umgang mit verkürzten Teilzeitzahlen Eine Erhebung der STATISTIK AUSTRIA zeigt: Die Teilzeitquote erwerbstätiger Männer liegt 2024 bei 13,7 %, bei Frauen bei 51,1 %." Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung Diese Zahlen werden derzeit häufig politisch und medial verwendet. Doch sie zeichnen ein verzerrtes Bild. Ihre Darstellung ist zu vereinfacht und ungenau, wodurch sie zu folgenschweren Fehlschlüssen führen kann. Diese Zahlen alleine sagen nichts über das tatsächliche Arbeitsvolumen aus, sondern blenden zentrale Aspekte aus. Es fehlt der Gesamtblick auf Arbeit. Rein der kleinere Anteil der Arbeit - die Erwerbsarbeit - wird hier sichtbar und das auch noch ungenau - die Zahlen alleine geben auch...

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Unsere Wirtschaft braucht Fürsorge – nicht Aufrüstung

Ein Perspektivwechsel auf Männlichkeit, Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Stabilität Wirtschaft und Geschlechterrollen werden nach wie vor nicht ausreichend gemeinsam gedacht. Dabei wirken kolportierte Vorstellungen von Männlichkeit tief in wirtschaftliche Entscheidungen hinein – ob sichtbar im Verteidigungshaushalt oder unsichtbar in der Carekrise. Zwei gegensätzliche Konzepte stehen sich gegenüber: Military Masculinities versus Caring Masculinities - militärisch geprägte Männlichkeit und fürsorgliche Männlichkeit. Die jeweilige Wirkung reicht nicht nur ins Bruttoinlandsprodukt – sondern darüber hinaus. Wenn Wirtschaft auf Gewalt basiert: Die "Death Economy“ In autoritär geführten Staaten wie zum Beispiel Russland zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen Militarisierung, Männlichkeitsbild und Wirtschaftsstruktur. Präsident Putin verkörpert ein Männerideal, das auf...

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Mehr Männer in der Care-Arbeit beleben die Wirtschaft

Caring Masculinities - ein Thema von hoher volkswirtschaftlicher Relevanz Das Konzept der Caring Masculinities beschreibt alternative Männlichkeitsmodelle, in denen Männer Verantwortung für Fürsorgearbeit übernehmen, partnerschaftlich und gleichberechtigt leben und ihre emotionalen Kompetenzen stärken. Diese Entwicklung steht in direktem Gegensatz zu traditionellen Rollenbildern, die Männer vor allem Leistungs- und finanzielle Versorgungsrollen zuschreiben. Die ungerechte Verteilung von Care-Arbeit und von Erwerbstätigkeit ergeben massive wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen. Ungleichheiten in der Aufteilung führen zu Belastungen, die nicht nur Individuen, sondern ganze Gesellschaften und Volkswirtschaften teuer zu stehen kommen. „Jene Betriebe, die aktiv geteilte Karenzmodelle für Väter und Mütter ausbauen und Teilzeit für alle anbieten, werden...

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Femizide sind Hassverbrechen

Solange wir dem Abbau häuslicher Gewalt, Gewalt gegen Frauen und Kinder nicht viel vehementer entgegentreten und viel mehr Aufmerksamkeit schenken, solange wir ein sicheres, fürsorgliches gewaltfreies Aufwachsen und Zusammenleben nicht in den Wirtschaftsfokus nehmen, werden uns totalitäre Strömungen immer „eine Nasenlänge“ voraus sein. Dann müssen wir auch weiterhin mit Demokratieschwächung und Schäden zu kämpfen haben. Toxische männliche Verhaltensweisen und die daraus resultierende Gewalt haben nicht nur schwerwiegende soziale und gesundheitliche Konsequenzen, sondern ziehen auch immense wirtschaftliche Kosten nach sich. Solange häusliche Gewalt nicht mit aller Vehemenz bekämpft wird und fürsorgende Männlichkeitsbilder erstrebenswert und gewollt werden, bleiben Demokratien anfällig für autoritäre Strömungen,...

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Mind the Gap – Der unsichtbare Mental Load

Diesmal kommt die Zahl des Monats von Kristina Hütter von CaringEconomy.Jetzt. Die versteckten Ungleichheiten Ob Pay Gap, Gender Gap oder Car Gap – all diese Lücken zeigen, dass es auch heute noch einen Unterschied macht, ob man als Frau oder Mann lebt. Ein Bereich, der oft übersehen wird, ist der sogenannte Mental Load – die unsichtbare geistige Belastung, die mit der Organisation und Koordination von Alltagsaufgaben einhergeht. Frauen tragen mehr dieser unsichtbaren Last Frauen leisten in Österreich täglich rund 4,5 Stunden unbezahlte Arbeit – etwa zwei Stunden mehr als Männer. Das bedeutet, dass Frauen nur für 40 % ihrer gesamten Arbeitsleistung bezahlt werden, während...

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