Zahl des Monats Archive - Caring Economy
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Zahl des Monats

Frauen leisten unverändert mehr unbezahlte Arbeit als Männer pro Woche, DE (2012 und 2022)

Unbezahlte Arbeit bleibt in Deutschland unsichtbar – trotz ihrer entscheidenden Rolle für Gesellschaft und Wirtschaft. Neben der unbezahlten Sorgearbeit, die weiterhinübersehen und nicht ausreichend gewürdigt wird, stehen auch grundlegende Rechte von Frauen und Minderheiten zunehmend unter gesellschaftlichem Druck. Diese Rechtewerden von politischen und gesellschaftlichen Kräften fremdbestimmt, die traditionelle Rollenbilder und Einschränkungen verstärken wollen. Ein Ausdruck der Retraditionalisierung des öffentlichen Diskurses ist die moderne Hexenjagd auf die Kandidatin für das deutsche Verfassungsgericht, Brosius-Gersdorf – eine renommierte Wissenschaftlerin, die sich in einer Kommission verfassungsrechtlich für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vor der zwölften Woche und damit für die Stärkung der reproduktiven Rechte von...

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Frauen arbeiten durchschnittlich über 53 Stunden pro Woche

Empfehlung: Vorsicht im Umgang mit verkürzten Teilzeitzahlen Eine Erhebung der STATISTIK AUSTRIA zeigt: Die Teilzeitquote erwerbstätiger Männer liegt 2024 bei 13,7 %, bei Frauen bei 51,1 %." Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung Diese Zahlen werden derzeit häufig politisch und medial verwendet. Doch sie zeichnen ein verzerrtes Bild. Ihre Darstellung ist zu vereinfacht und ungenau, wodurch sie zu folgenschweren Fehlschlüssen führen kann. Diese Zahlen alleine sagen nichts über das tatsächliche Arbeitsvolumen aus, sondern blenden zentrale Aspekte aus. Es fehlt der Gesamtblick auf Arbeit. Rein der kleinere Anteil der Arbeit - die Erwerbsarbeit - wird hier sichtbar und das auch noch ungenau - die Zahlen alleine geben auch...

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Unsere Wirtschaft braucht Fürsorge – nicht Aufrüstung

Ein Perspektivwechsel auf Männlichkeit, Wirtschaftswachstum und gesellschaftliche Stabilität Wirtschaft und Geschlechterrollen werden nach wie vor nicht ausreichend gemeinsam gedacht. Dabei wirken kolportierte Vorstellungen von Männlichkeit tief in wirtschaftliche Entscheidungen hinein – ob sichtbar im Verteidigungshaushalt oder unsichtbar in der Carekrise. Zwei gegensätzliche Konzepte stehen sich gegenüber: Military Masculinities versus Caring Masculinities - militärisch geprägte Männlichkeit und fürsorgliche Männlichkeit. Die jeweilige Wirkung reicht nicht nur ins Bruttoinlandsprodukt – sondern darüber hinaus. Wenn Wirtschaft auf Gewalt basiert: Die "Death Economy“ In autoritär geführten Staaten wie zum Beispiel Russland zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen Militarisierung, Männlichkeitsbild und Wirtschaftsstruktur. Präsident Putin verkörpert ein Männerideal, das auf...

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Mehr Männer in der Care-Arbeit beleben die Wirtschaft

Caring Masculinities - ein Thema von hoher volkswirtschaftlicher Relevanz Das Konzept der Caring Masculinities beschreibt alternative Männlichkeitsmodelle, in denen Männer Verantwortung für Fürsorgearbeit übernehmen, partnerschaftlich und gleichberechtigt leben und ihre emotionalen Kompetenzen stärken. Diese Entwicklung steht in direktem Gegensatz zu traditionellen Rollenbildern, die Männer vor allem Leistungs- und finanzielle Versorgungsrollen zuschreiben. Die ungerechte Verteilung von Care-Arbeit und von Erwerbstätigkeit ergeben massive wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen. Ungleichheiten in der Aufteilung führen zu Belastungen, die nicht nur Individuen, sondern ganze Gesellschaften und Volkswirtschaften teuer zu stehen kommen. „Jene Betriebe, die aktiv geteilte Karenzmodelle für Väter und Mütter ausbauen und Teilzeit für alle anbieten, werden...

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Femizide sind Hassverbrechen

Solange wir dem Abbau häuslicher Gewalt, Gewalt gegen Frauen und Kinder nicht viel vehementer entgegentreten und viel mehr Aufmerksamkeit schenken, solange wir ein sicheres, fürsorgliches gewaltfreies Aufwachsen und Zusammenleben nicht in den Wirtschaftsfokus nehmen, werden uns totalitäre Strömungen immer „eine Nasenlänge“ voraus sein. Dann müssen wir auch weiterhin mit Demokratieschwächung und Schäden zu kämpfen haben. Toxische männliche Verhaltensweisen und die daraus resultierende Gewalt haben nicht nur schwerwiegende soziale und gesundheitliche Konsequenzen, sondern ziehen auch immense wirtschaftliche Kosten nach sich. Solange häusliche Gewalt nicht mit aller Vehemenz bekämpft wird und fürsorgende Männlichkeitsbilder erstrebenswert und gewollt werden, bleiben Demokratien anfällig für autoritäre Strömungen,...

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Mind the Gap – Der unsichtbare Mental Load

Diesmal kommt die Zahl des Monats von Kristina Hütter von CaringEconomy.Jetzt. Die versteckten Ungleichheiten Ob Pay Gap, Gender Gap oder Car Gap – all diese Lücken zeigen, dass es auch heute noch einen Unterschied macht, ob man als Frau oder Mann lebt. Ein Bereich, der oft übersehen wird, ist der sogenannte Mental Load – die unsichtbare geistige Belastung, die mit der Organisation und Koordination von Alltagsaufgaben einhergeht. Frauen tragen mehr dieser unsichtbaren Last Frauen leisten in Österreich täglich rund 4,5 Stunden unbezahlte Arbeit – etwa zwei Stunden mehr als Männer. Das bedeutet, dass Frauen nur für 40 % ihrer gesamten Arbeitsleistung bezahlt werden, während...

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Das verlorene Einkommen

Die geschlechtsspezifische Einkommenslücke ist in vielen europäischen Ländern nach wie vor erheblich. Die Studie „Einkommenslücke: Ländervergleich Europa“ von Economiefeministe - Die schweizer Plattform für feministische Ökonomie - zeigt auf, wie stark Frauen in verschiedenen Ländern finanziell benachteiligt sind. In dieser Studie wird nicht nur der Gender Pay Gap, also die Höhe der durchschnittlichen Lohnunterschiede von Frauen und Männern betrachtet, sondern auch die Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung und in der Höhe der Arbeitszeit. Wir haben uns das genauer angeschaut. Hier kommen einige Auswirkungen der Inequal Care-Arbeits-Verteilung. Mit 1. März jährt sich wieder der Equal Care Day. Aus diesem Anlass dieser Beitrag als...

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Vermögenssteuer

Vermögenssteuer: Was spricht dafür, was dagegen, worum geht es im Grunde und was wollen wir lösen? 22 Milliarden Steuern pro Jahr zusätzlich einnehmen. Beim Lesen des Vermögenssteuermodell von ATTAC entsteht die wiederkehrende Frage: Wieso machen wir das nicht schon längst? Unser „Zahl des Monats-Beitrag“ inkludiert auch ATTAC-Antworten auf oftmals gestellte Fragen zur Vermögenssteuer. Weiters habe ich den Präsidenten des Fiskalrates Dr. Christoph Badelt um seine Einschätzung dazu gebeten. Auch diese findet ihr hier. Liest man seine Argumente, die gegen dieses Modell sprechen, bekommt man nachvollziehbare Erklärungen zur aktuellen Gefahr, die eine Vermögenssteuer beinhalten würde. Und jetzt? Mir scheint, die Frage: „Vermögenssteuer...

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Der hohe Preis des Patriarchats

"Das Recht auf ein gewaltfreies Leben" geht einher, mit der politischen Pflicht dafür zu sorgen. Das wiederum bedeutet auch das unaufhörliche Bestreben, ein besseres Wirtschaftskonzept zu etablieren, in dem sich Geschlechtergerechtigkeit, Frieden und Demokratie entfalten können. Zum besten Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Kinder zählen die Überwindung patriarchaler Gesellschaftsnormen, viel mehr Beratungs- und Unterstützungsangebote im Opferschutz und der flächendeckende "Ausbau" einer Caring Masculinity. Care-Arbeit für alle, partnerschaftliche, geschlechtergerechte Gesellschaftskonzepte und beste frühkindliche Fürsorge, Pflege und Bildung sind die Schlüssel für ein gewaltfreies Leben. Diese politische Agenda spart Folgekosten von Gewalt, belastet somit weniger den Staatshaushalt und sorgt für mehr...

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77.000 zusätzliche Pflegekräfte

Der steigende Pflegeaufwand in Österreich bis 2050 Der Pflegebedarf in Österreich wächst stetig, und das Thema gewinnt im Kontext einer alternden Gesellschaft zunehmend an Relevanz. Ein aktueller Bericht des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) gibt Einblicke in den prognostizierten Pflegeaufwand bis 2050 und beleuchtet, welche Auswirkungen dieser auf die Gesellschaft und das Gesundheitssystem haben könnte (WIFO, 2023). Österreich: Demografische Entwicklungen Die demografische Entwicklung zeigt, dass der Anteil älterer Menschen in Österreich bis 2050 deutlich steigen wird. Dies führt zu einer erheblichen Zunahme des Pflegebedarfs. Aktuelle WIFO-Studien prognostizieren, dass die Zahl der Pflegebedürftigen um 57% ansteigen wird, was die Kosten für Pflegeleistungen von rund...

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